Sonntag, 27. September 2015

I'M A MARATHONER


Kurz bevor sich morgen mein längster Lauf zum ersten Mal jährt, möchte ich Euch doch noch von meinen Erlebnissen beim Berlin-Marathon 2014 berichten.

Ich meine ja, dass jeder gesunde Mensch einen Marathon laufen könnte, wobei das wichtigste für mich die folgenden beiden Punkte sind: Die Lust und die Zeit für ein mindestens zwölfmonatiges Training sowie der unbedingte Wille, diesen Marathon zu schaffen. Einen Marathon läuft man als Normalsterblicher nicht mal eben so, sondern es bedarf intensiver Vorbereitung.

Ich habe zunächst einmal eine Trainingsanalyse mit Laktattest machen lassen: Hierzu musste ich auf dem Laufband stufenweise immer schneller laufen, hatte dabei eine Maske auf, durch die die ausgeatmete Luft analysiert wird, und alle fünf Minuten wurde Blut aus meinem Ohrläppchen entnommen, um den Laktatgehalt zu messen. Anschließend bekam ich einen ausführlichen Bericht über meinen Trainingszustand und - das eigentlich wichtige - meine individuellen Trainingsbereiche. Und das war gut so, denn die anhand der Faustformel 220 minus Lebensalter ermittelten Pulsbereiche waren völlig andere. Ein gründlicher Checkup beim Internisten kam auch noch dazu, aber das mache ich sowieso alle zwei Jahre.

So ausgestattet, habe ich mich dann durch verschiedene Trainingspläne aus "Das große Laufbuch" von Herbert Steffny 'hochgearbeitet'. Angefangen mit Laufen und Gehen im Wechsel kam ich so irgendwann bei langen Trainingsläufen von bis zu 32 km an. Diese für den Marathon so immens wichtigen langen, aber langsamen Läufe habe ich auch konsequent durchgezogen.

Die Angst vor langen Strecken habe ich irgendwann komplett verloren. Vor Jahren erzählte mir mal jemand, dass er jeden Morgen sieben Kilometer liefe. Ich als Nichtläufer dachte damals, um Himmels Willen, sieben Kilometer... das war für mich unvorstellbar viel. Heute ist meine kleine Hausrunde gut acht Kilometer lang.

Zusätzlich habe ich dann auch noch ein zweitägiges Marathonseminar bei Herbert Steffny, einem früheren Weltklasseläufer, mitgemacht. Das hat viel zusätzliches Wissen gebracht und war echt spaßig!

Meine Trainingsläufe habe ich in der Regel morgens absolviert und auf nüchternen Magen. Bei langen Läufen und bei Hitze hatte ich aber Wasser dabei. Beim letzten langen Lauf habe ich die Gelnahrung getestet, das sind konzentrierte Kohlenhydrate für unterwegs. 

Und schließlich war es dann soweit. Am Vortag des Laufs mussten wir auf der Running Expo unsere Startunterlagen abholen. Das war aber ziemlich gut organisiert, und wir mussten kaum anstehen. Anschließend haben wir uns dort mit Gelnahrung eingedeckt und noch die neuesten Produkte gecheckt, die das Läuferherz höher schlagen lassen. Ich habe schnell noch eine neue Pulsuhr gekauft, bei der ich die vier wichtigsten Werte auf einmal ansehen kann, außerdem schickt sie die Daten zusätzlich in die Lauf-App auf meinem iPhone. 

Meinen Laufguru Herbert habe ich dann auch noch wiedergetroffen; er hat mich dann noch beschworen: "Lauf' schön langsam los!"


Abends im Hotel haben wir die obligatorische Nudelparty ausgelassen und uns lieber an Herberts Ratschlag gehalten: Pellkartoffeln mit Quark. Köstlich! 

Geschlafen habe ich gut, und nach einem ganz frühen Läuferfrühstück ging es dann los zur Wiese vor dem Reichstag, zusammen mit etwa 36.0000 weiteren Läufern, die es heute wissen wollen.

Als Debütant starte ich natürlich ganz hinten, und es dauert endlos, bis wir endlich an der Reihe sind loszulaufen. Die Elite vorne ist da schon vierzig Minuten unterwegs!



Ich laufe sehr langsam los, eigentlich in meinem normalen Wohlfühltempo für lange Läufe. Viele, viele Läufer überholen mich. Ich denke mir: "Lauft Ihr nur, Euch sehe ich noch wieder!" Ich zwinge mich, deutlich langsamer zu laufen als ich möchte. Hat Herbert schließlich gesagt.

Während der ersten zwei, drei Kilometer denke ich: "Oha, heute ist kein guter Lauftag für mich." Aber nach sechs, sieben Kilometern bin ich richtig schön warmgelaufen, es fluppt, die Beine laufen wie von allein und ich fühle mich großartig. 

Die Sonne scheint, aber es ist noch nicht zu warm, alles perfekt. Unterwegs schaue ich ab und zu in die Marathon-App, wie schnell mein Liebster so unterwegs ist. Hm, er ist mir 20 Minuten voraus.

Außerdem habe ich noch alle meine interessierten Freunde in eine WhatsApp-Gruppe gepackt, die bejubeln mich unterwegs. Bei km 15 meldete meine Freundin: "Der erste ist schon da!" Na toll...

Bei Kilometer 10 überhole ich die ersten Läufer. Und ab jetzt wird das immer mehr. Ich staune. Ab Kilometer 15 bis zum Schluss des Rennens überhole ich nur noch andere Läufer, die entweder langsamer laufen als ich oder sogar gehen. 

Ein besonderer Genuss ist es, Männer zu überholen, und ein absolutes Hochgefühl erlebe ich, wenn ich JUNGE Männer überhole... Eine Weile klemme ich mich hinter zwei junge männliche Läufer, einer davon mit extrem knackigem Hinterteil. Das war schon ein sehr netter Anblick. Irgendwann sind die beiden mir aber zu langsam, und ich muss überholen. Großartiges Gefühl.

Mein Hochgefühl hält so an bis etwa Kilometer 21. "Super, die Hälfte habe ich schon!" Etwa bei Kilometer 24 merke ich, dass meine Beine etwas müde werden, und ich denke "Mist, es ist doch noch so weit!" 

Einen Tiefpunkt habe ich bei Kilometer 27. Egal, weiter gehts. Ich habe Dorie aus 'Findet Nemo' im Ohr: "Einfach schwimmen, schwimmen, schwimmen" und wiederhole mir selbst wie ein Mantra immer wieder: "Einfach laufen, laufen, laufen..." Das hilft.

An jeder Verpflegungsstation schnappe ich mir zwei Becher Wasser. Einen trinke ich, den anderen kippe ich mir über Nacken und Rücken. Schweiß ist kostbar. Und wenn ich schon nass bin, muss mein Körper weniger kostbare Flüssigkeit hergeben. Auch ein Tip von Herbert. 

Nach jeder Trink- und damit verbundenen kurzen Gehpause ziehe ich mir eins meiner Gelpacks rein. Ich nuckle langsam und genüsslich dran. Die Schokoversion schmeckt wie Nutella und Erdnussbutter ist auch genial.

Bei Kilometer 29 habe ich mein Tief überwunden, denn nun freue ich mich auf Kilometer 30, wo meine Mutter und Freunde warten. Über WhatsApp klären wir, wo sie genau stehen. Und schon bin ich da, umarme alle kurz, großes Hallo! Und schon bin ich wieder weg. Dieses Treffen hat mich super motiviert und mir neuen Schwung gegeben! 

Einer meiner Freunde postet in die Gruppe: "Sie sieht so frisch aus, das packt sie locker!" WOW! Wie gedopt laufe ich weiter. Nur noch 11 Kilometer, nur noch 10 Kilometer. 

Ich merke, dass meine Beine und Füße schwer beansprucht sind, aber ich nehme es nicht als Schmerz wahr, denn so langsam haben mich die Endorphine voll im Griff. Ich fühle mich großartig, denn nun ist es ja nicht mehr weit!

Ich laufe den Ku'damm hoch, herrlich. Erinnerungen werden wach, ich habe früher hier gewohnt, direkt am Ku'damm. Nur noch sechs Kilometer. Weniger als meine Hausrunde! Vorbei geht es am Potsdamer Platz. Mensch, was ist hier so alles gebaut worden ist, seit ich aus Berlin weggegangen bin!

Kilometer 40, ich lege nochmal etwas Tempo nach. Bei Kilometer 42 sende ich in WhatsApp meine letzte Sprachnachricht: "So, 42 Kilometer. ...jetzt freue ich mich aber auf ein Bier."

Links, rechts, links, rechts, noch einmal links: Und dann liegt das Brandenburger Tor vor mir. Ich fliege darauf zu. Tausende Leute rechts und links jubeln uns zu. Als ich durch das Brandenburger Tor laufe, spielt gerade 'Born to be wild' in ohrenbetäubender Lautstärke. Die Glückshormone fluten meinen Körper. IST DAS GEIL!!

Noch ein paar hundert Meter, dann bin ich im Ziel. Ich kann gar nicht glauben, dass ich es nun geschafft habe und laufe vorsichtshalber noch ein paar Meter. Dann bekomme ich direkt meine Medaille umgehängt, und ich lasse mich von einer Mitläuferin fotografieren. NOW I'M A MARATHONER!!!

Das Gefühl ist unbeschreiblich. Ich bin fünf Stunden am Stück gelaufen! 42 Kilometer! Ich habe einen Marathon geschafft! 

Und ob ihr es glaubt oder nicht, ich hätte auch noch 10 Kilometer weiterlaufen können. Ich habe meine Kräfte gut eingeteilt; meine zweite Hälfte war schneller als meine erste Hälfte, und ich bin noch auf vier Minuten an meinen Liebsten herangekommen, der zu schnell gestartet war und ab Kilometer 35 mit einem bösen Leistungseinbruch zu kämpfen hatte.

Für die nächsten zwei Tage bekomme ich das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht!




Abends sind wir noch auf der großen Marathon-Party, zusammen mit den schnellsten Läufern und Läuferinnen der Welt. Auffällig übrigens, dass keine der Frauen Hackis trägt, nicht mal ich...



Den Marathon habe ich super überstanden, keine Probleme mit Beinen oder Füßen. Muskelkater, ja, natürlich, ein paar Tage lang kann ich schlecht Treppen hinabsteigen. 

Ob ich noch einen laufe? Wahrscheinlich nicht. Der Lauf an sich war nicht so dramatisch, aber das Training dafür ist halt sehr zeitaufwendig. Ich denke, ich werde mich lieber an Halbmarathons halten, die kann man als regelmäßiger Läufer auch mal so einschieben.

Außerdem: Das Erlebnis in Berlin kann ich nicht toppen! So MEGAGEIL war das!

Montag, 21. September 2015

CHANEL - 679 Vert Obscur

Beim ersten Testauftrag auf einem Finger fand ich ihn gar nicht so berauschend, nun aber in der Komplettlackierung gefällt er mir sehr, der dunkelgrüne Jelly-Lack VERT OBSCUR aus der diesjährigen Herbstkollektion von CHANEL. Noch ist er nicht in den Läden erhältlich, zumindest nicht in Deutschland.

Und jetzt warte ich noch auf den Post meiner lieben Freundin Mila, die ich am Wochenende besuchte und die sich in diesen Lack sofort verliebte. Und ja, wir waren auch wieder shoppen. Klamotten und Kosmetik. Und ein Besuch bei HERMÈS in München war auch dabei, aus ganz bestimmten Grund. Dazu aber in einem späteren Post.

Ich fand Vert Obscur ein wenig tricky beim Auftragen, da er etwas ausgefranst aussieht, wenn man die beiden Lackierschichten nicht exakt aufeinanderlegt. Mit einer Schicht ist er zwar grün und schön durchsichtig, aber auch fleckig, so dass man mindestens zwei Schichten benötigt. Und dann erscheint er fast schwarz, aber mit interessantem grünen Unterton.







Samstag, 12. September 2015

CHANEL - 669 Châtaigne

CHANEL Châtaigne ist ein Lack aus der diesjährigen Herbstkollektion. Soweit ich weiß, kommt er Ende September/Anfang Oktober in Deutschland in die Läden.

Dieser Lack ist ein wundervolles, sehr dunkles Braun. Fast wirkt er wie schwarz, aber bei Licht sieht er aus wie dunkle Schokolade. Zum Reinbeißen!

Übrigens mache ich es mir jetzt etwas einfacher mit dem Bildereinstellen. Früher habe ich oft Nagellackfotos etwas nachbearbeitet und kleine Patzer ausgebessert; das lasse ich nun weg. Auch den Schriftzug "Handtaschenliebe", den ich früher auf jedes Foto gepappt habe, werde ich nicht mehr einfügen. Kostet einfach zuviel Zeit.






Dienstag, 8. September 2015

Ein Lebenszeichen

Meine Lieben, es gibt mich noch.

Nach langer Zeit der Blog-Abstinenz verspüre ich momentan einen Hauch neuer Blogger-Lust. Ob das anhält, kann ich noch nicht sagen. Ich bemühe mich, okay?

Da sich das Wetter momentan gar so herbstlich anfühlt, möchte ich Euch schon einmal die neuen CHANEL Herbstlacke vorstellen. Es gibt sie noch nicht in Deutschland, aber dank meiner USA-Postadresse und eifriger Kuriere bekomme ich viele Lacke vorab.

Châtaigne ist ein sehr dunkles Braun, Écorce Sanguine ein kräftiges Dunkelrot mit sanftem Goldschimmer, Vert Obscur ist ein Jelly-Dunkelgrün.

Lackierte Nägel folgen!





Und hier folgt eine Übersicht über den aktuellen Stand meiner Sammlung. 

Alte Lacke sammle ich nicht mehr; sie sind mir zu teuer und zu schwer zu bekommen, und da ich sowieso nicht alle zusammen bekomme, lasse ich es ganz sein. 

Ich sortiere immer noch nach Farbe, allerdings stehen die Lacke des laufenden bzw. vergangenen Jahres nun immer obenauf.



Was gibt es außerdem Neues? Nach meinem Berlin-Marathon im letzten Jahr habe ich eine Laufpause eingelegt, trainiere nun aber wieder eifrig für den Kölner Halbmarathon Anfang Oktober.

Wir haben unser Schlafzimmer gestrichen. Es ist nun ein Traum in Petrol und Hellbeige, und endlich habe ich einen Schminktisch! Auch hier folgen Bilder.

Handtaschen gibt es auch ein paar neue... ;-) Ihr könnt gespannt sein!

Liebe Grüße! Und ich glaube... ja, ich bin wieder da.

Freitag, 7. November 2014

Meine neue Leidenschaft

Gerade heute morgen dachte ich, mal wieder einen Blogeintrag verfassen zu sollen.

Dann habe ich mich eingeloggt und die nette Nachricht meiner Leserin Doris gesehen. Es gibt also doch noch Leute, die immer mal wieder auf meinem Blog vorbeischauen. Und ich freue mich, dass ich vermisst werde.

Es ist eine Weile her, dass ich das letzte Mal berichtet habe. Die diesjährige Herbst-Laufsaison war für mich sehr erfolgreich: Ich bin in Köln meinen ersten Halbmarathon gelaufen und zwei Wochen später in Berlin meinen ersten Marathon. In fünf Stunden und ein paar Minuten. Ich habe zwei Tage lang das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht bekommen. Was für ein Erlebnis!

Aber zum Marathon mache ich einen Extra-Bericht. Ich möchte ausführlich zu den Vorbereitungen schreiben. Ich denke nämlich, dass jeder, der gesund ist, mit der richtigen Vorbereitung einen Marathon laufen kann. Allerdings ist der unbedingte Wille, es zu schaffen, unverzichtbar. Ich würde sogar sagen, er ist die halbe Miete.

Dadurch, dass ich meinem im Februar verstorbenen Bruder versprochen hatte, für ihn einen Marathon zu laufen, hatte ich natürlich eine unschlagbare Motivation.

Aber das soll hier ja kein Laufblog werden. Und obwohl sich meine Prioritätenskala seit dem Tode meines Bruders ein Stück verschoben hat, habe ich dennoch immer noch etwas übrig für die schönen und luxuriösen Dinge des Lebens.

Handtaschen sind es nicht mehr so sehr. Ich habe festgestellt, dass ich doch immer dieselben Taschen mitnehme, meistens eine von Louis Vuitton, da die einfach unverwüstlich sind.

Nagellacke sammle ich immer noch, aber nicht mehr mit so viel Elan und auch nicht mehr die älteren Lacke. Ich kaufe nur noch die Neuerscheinungen.

Hermes-Tücher werde ich nicht mehr sammeln, denn ich habe mit 17 Stück nun genug.

Aber ich habe eine neue Leidenschaft. Kürzlich habe ich meinen Schuhschrank ausgemistet. Und damit gab es Platz für neue Schuhe. Viel Platz.

Bisher hatte ich meine Schuhe immer in Kartons aufbewahrt. Nun habe ich umgestellt, die Kartons entsorgt und die Schuhe schön im Schrank aufgereiht. Und ich finde, es sieht großartig aus. Besonders die erste Etage:


Wenn Ihr wollt, stelle ich Euch meine Loubis gern einmal im Detail vor. Die Louboutin-Kartons habe ich selbstverständlich behalten.

Was ist außer Laufen und Schuhe kaufen noch passiert? Ich habe meine liebe Freundin Mila für ein Wochenende besucht. Sie hat sogar ein Foto geschossen von unseren Händen, weil ich mir denselben Lack draufgepinselt habe, den sie an dem Wochenende trug. Und ich warte heute noch auf ihren Post! Mila, komm in die Puschen! :-)

Dienstag, 17. Juni 2014

Run, Val, run - Update 2

Ich möchte mich mal wieder zu Wort melden und Euch schreiben, wie es mir geht.

Der Alltag ist wieder eingekehrt, und im täglichen Leben bemerke ich nicht so sehr, dass mein Bruder nicht mehr da ist. Er lebte ja nun seit vielen Jahren um die 9.000 km von mir entfernt, und telefonieren war auch so überhaupt nicht sein Ding. Eine Unterhaltung (bevor er erkrankte) sah ungefähr so aus: "Wie geht es Dir?" "Gut." Gibt es etwas Neues?" "Nö." Nichtsdestotrotz hatten wir ein sehr inniges Verhältnis, wenn wir uns dann mal besucht haben.

Und natürlich macht es mich oft auch noch unendlich traurig, dass er nun einfach nicht mehr da ist und auch nie wiederkommt. Aber ich tröste mich damit, dass er ein wundervolles, absolut erfülltes Leben gehabt hat und immer genau das gemacht hat, was er gerne machen wollte.

Und ich sage mir nun, das Leben ist kostbar, also genieße ich jeden Tag, den ich habe, und lasse mich nicht von Dauertraurigkeit runterziehen. Ich lebe mein Leben bewusster und gesünder seit dieser tragischen Geschichte.

Beispielsweise habe ich mein Lauftraining intensiviert. Mein Liebster ist in 2013 den New York-Marathon gelaufen. Kurz danach hat er sich für den Berlin-Marathon Ende September 2014 angemeldet und mich gleich mit. Mein Bruder war auch Marathon-Läufer, und er wollte so gern noch einen weiteren Marathon laufen, nachdem er so viel Gewicht verloren hatte. Aber das war natürlich nicht mehr möglich.

Nun ist meine Maxime: Ich fange den Marathon für meinen Liebsten an, aber zu Ende bringe ich ihn für meinen Bruder Sascha. Und wenn ich auf den Knien ins Ziel kriechen muss.

Dies hier ist ein Foto vom Paderborner Osterlauf über 10 Kilometer im April 2014. Meine Zeit war nicht so berauschend (1:09:13), weil ich dummerweise zwei Tage vorher - ohne Nachzudenken - spontan beim Blutspenden war. Ich habe beim Rennen dann deutlich gemerkt, dass mir eine Menge rote Blutkörperchen fehlen.



Mein Ziel im letzten Jahr, als ich mich dem Laufen begann, war ja, 10 km unter einer Stunde laufen zu können. Nun, gestern habe ich es zwar noch nicht ganz geschafft, aber ich war schon gaaaanz knapp dran:


Und für alle, die es interessiert, hier eine Aufstellung über meine bisherigen persönlichen Rekorde:


Beim Laufen - und auch nur da - höre ich immer Krimis von Tess Gerritsen über Kopfhörer; so wird auch ein 3-Stunden-Lauf nicht langweilig. Und immer, wenn ich wissen will, wie die Story weitergeht, muss ich auf die Piste!

Ich werde weiter über meine Fortschritte berichten, und natürlich gibt es auch bald wieder andere Posts, denn nach wie vor sammle ich Chanelis und lackiere meine Fingernägel damit! Und eine Menge neuer, exotischer Rezepte habe ich auch.



Dienstag, 18. März 2014

Trauer

Ich muss das jetzt hinter mich bringen.

Mein Bruder ist Ende Februar gestorben, alles Hoffen war vergebens. Er wurde 44 Jahre alt. Magenkrebs mit Bauchfellmetastasen, sein Leiden hat acht Monate gedauert. Was für eine Tragödie.

Wie fühle ich mich? Ich bin furchtbar traurig, aber sein Tod ist für mich nun leichter zu ertragen als sein entsetzliches Leiden.

'What he did in his short life was more than most people can ever do in their lifetime', das war die einhellige Meinung aller, es tröstet mich ein wenig. In einer wunderschönen Trauerfeier im Forest Lawn Memorial Park haben wir von ihm Abschied genommen.

Wir, die zurückgeblieben sind, müssen nun wieder ins normale Leben zurückfinden.


Sonntag, 16. Februar 2014

Haare ab

Hallo, meine Lieben!

Gute Nachrichten gibt es leider keine aus USA. Ich bin seit letztem Montag zurück, nachdem ich knapp drei Wochen wieder in Kalifornien war. 

Meine Schwägerin musste auf eine 14tägige Geschäftsreise in den mittleren Osten, unter anderem war sie in Saudi Arabien und musste dort eine Abaya (schwarzes mantelartiges Übergewandtragen. In der Zeit habe ich meinen Bruder gepflegt und mich um die einjährige Tochter gekümmert. Leid und Freude lagen hier so nah beieinander. 

Ich bin nach wie vor von einer dauerhaften Traurigkeit befallen, aber dennoch geht hier mein Leben inmitten meiner wundervollen Familie auch weiter.

Eigentlich schreibe ich diesen Post, da der Christbaum vom letzten Post nicht mehr in die Jahreszeit passt. Vor einigen Wochen habe ich mir die langen Haare abschneiden lassen, die immerhin bis Mitte Rücken reichten. Adieu Bananenfrisur…

Hier kommt ein Foto mit dem neuen Bob.


Dienstag, 24. Dezember 2013

Frohe Weihnachten!



Ich wünsche Euch allen ein frohes Weihnachtsfest, 

viel Ruhe und Gemütlichkeit 

und für das neue Jahr 2014 Glück und Gesundheit!


Donnerstag, 3. Oktober 2013

Eine Nachricht

Meine Lieben,

seit langem war ich einmal wieder auf meinem Blog und habe die letzten Kommentare gelesen, die einige meiner Leserinnen mir schrieben.

Nein, es geht mir nicht gut.

Ende Juni erfuhren wir, dass mein Bruder an einer weit fortgeschrittenen Krebserkrankung leidet. Ich war im August zwei Wochen bei ihm in Kalifornien und fliege nächste Woche wieder für drei Wochen hin.

Es ist alles nur traurig.

Das Paradies ist kaputt.


Dienstag, 25. Juni 2013

Polish News: CHANEL Autumn 2013

Ja, ich habe auch schon ein ganz schlechtes Gewissen. Ich bin irgendwie völlig raus aus dem Blogger-Trott...

Momentan habe ich so viel anderes zu tun: Garten, Laufen, Schränke ausmisten. So schiebe ich die Bloggerei immer vor mir her.

Dieses Foto möchte ich Euch aber schnell zeigen; meine liebe Schwägerin aus L.A. schickte es mir gestern.

Die neuen CHANEL Herbstlacke sind bereits in meinem US-Lager eingetroffen. Ich hatte sie bei Nordstrom bestellt, denn bei chanel.com gab es sie noch gar nicht!

Im Juli fliegt der nächste Kurier und bringt sie mir mit, juhu!

589 Èlixir, 591 Alchimie, 601 Mysterious

Dienstag, 11. Juni 2013

Today's Outfit: Neongelb zu Bel-Argus

Gerade las ich einen Post meiner lieben Freundin Mila.

Mir ging es in Bezug auf die neuen CHANEL-Sommerlacke zunächst ähnlich. Ich dachte: Puh, für solche Farben bin ich zu alt.

Da aber ein Abend im Vapiano mit meinen Freundinnen anstand, habe ich mich - wie ich finde - auf einen klassische Art sehr leger gekleidet. Jeans, weißes T-Shirt und eine schwarze Lederjacke ist für mich der Inbegriff von Lässigkeit und ein absoluter Klassiker.

Dazu als flippiges Accessoire einen quietsch-neongelben Schal, den ich übrigens kürzlich bei Tschibo erstanden habe. Zusammen mit meinen metallic-blauen Nägeln (Bel-Argus von CHANEL) fühlte ich mich großartig.



Lederjacke: Sempre | T-Shirt: Esprit | Jeans: Class FX | Tuch: Tschibo
Schuhe: Rocket Dog | Nagellack: CHANEL Bel-Argus

Mittwoch, 5. Juni 2013

New in

Seit das Wetter so schön geworden ist, bin ich ganztägig im Garten. Zum Einen, um das Unkraut zu eliminieren, das während unseres Urlaubs geschossen ist wie blöd.

Zum Anderen, um einfach mal faul in der Sonne zu liegen. Denn daran habe ich mich im Urlaub ganz schön gewöhnt.

Ein paar Nagellackfotos kann ich Euch in den nächsten Tagen aber schon einmal zeigen, ebenso Outfit-Posts mit meinen neuen Klamotten und Schuhen. Reisebericht dauert noch. Ich habe einfach wieder zu viele Fotos geschossen.

Das sind hier schon einmal die neuesten Zugänge bei den Chanelis:


Die Reihenfolge in meiner Gunst ist: Lilis an erster Stelle, dann Paparazzi, Bel-Argus, Azuré, Taboo, Starlet, Cinéma.

Dienstag, 28. Mai 2013

Erfolgsmeldung

Hurra! Ich hab' sie!

Letztes Jahr musste ich feststellen, dass es gar nicht so einfach ist, an Louboutins zu kommen, wenn man ein bestimmtes Modell im Auge hat. Das Modell Pigalle - mit oder ohne Plateau - war nämlich überall ausverkauft, sogar im Edelkaufhaus Neiman Marcus in L.A.

Glücklicherweise gibt es ja immer mal wieder neue Modelle, und so fand ich dieses Jahr im Louboutin Shop in L.A. mein erstes Paar Louboutins, zwar nicht Pigalle, sondern das Modell Décolleté 554, welches eine ähnlich klassische Form hat.

Ich schwankte anfangs zwar zwischen schwarzen und nudefarbenen, aber dann dachte ich mir: Das erste Paar muss einfach klassisch schwarz sein.



Montag, 27. Mai 2013

Shopping in L.A.

Wir sind wieder da! Gut erholt, entspannt, gebräunt und glücklich. Für den Reisebericht brauche ich noch eine Weile, aber meine Shopping-Erfolge kann ich Euch schon zeigen, denn die Fotos hatte ich bereits in USA geschossen.

Für mich habe ich ein paar Blusen von Calvin Klein erstanden, außerdem meine Gesichtspflege REXALINE, die in USA wesentlich günstiger ist, sowie natürlich neue Chanelis.

Ach ja, und noch ein Paar Schuhe :-D


Für meine Jüngste gab es einen pinken Bikini, für unseren Sohn die Abercrombie Sommerkollektion und ein cooles Basecap. 

Meine Große ist schon lange scharf auf mein LV Zippy Portemonnaie. Da dies natürlich zu teuer ist für eine 12jährige, habe ich nun endlich das passende - und gleich große - Portemonnaie für sie gefunden, in angesagtem Neon-Pink. Und sie war ganz aus dem Häuschen!


Chanelis kamen auch wieder mit, links sind meine: Taboo und die neuen Sommerfarben.

Die drei rechts sind für die liebe Mila. Und inzwischen auch schon bei ihr angekommen.


 Auf das hier schielt Ihr bestimmt am meisten, was? Zeige ich Euch morgen.


Mittwoch, 8. Mai 2013

California - here we go!

Für die nächsten zwei Wochen verabschiede ich mich in den Urlaub.

Wir besuchen (mal wieder) meinen Bruder in Kalifornien, diesmal aber ohne unsere große Kinderschar. Die lassen wir zuhause. Nein, natürlich nicht allein... Omi hütet die wilde Meute.

Entspannung pur und Sonne satt!


Und neue Nagellacke bringe ich auch mit.

Dienstag, 7. Mai 2013

HERMÈS Festival de Métiers

Meine Lieben,

auch bei mir hat sich eine gewisse Bloggermüdigkeit breitgemacht.

Diese Einladung hier, die vor ein paar Tagen ins Haus flatterte, will ich Euch jedoch nicht vorenthalten.

Ich hatte damals schon überlegt, kurzfristig nach München zu fahren, nachdem ich den Bericht von Mila über die dortige Ausstellung gelesen hatte.

Wer die Möglichkeit hat, die Ausstellung in Düsseldorf anzuschauen, sollte unbedingt hingehen. Ich bin sicher, es lohnt sich!





Freitag, 3. Mai 2013

CHANEL - 487 Rouge Fatal

Rouge Fatal ist ein wunderschönes dunkles Rot, das ein wenig in Richtung Rotbraun geht.

Sehr angenehm ist, dass er mit einer Schicht deckt. Ich sollte ihn öfter tragen.




Dienstag, 30. April 2013

CHANEL - 493 Jade Rose

Ganz im Gegensatz zu seinem berühmten Bruder Jade ist dieser hier eher unspektakulär.

Für einen edlen, unauffälligen und gepflegten Look ist er aber genau der richtige. Und die zarten Glitzerpartikel in Pink bringen das gewisse Etwas.




Sonntag, 28. April 2013

CHANEL - 637 Malice

Nachdem ich die schönen sonnigen Tage im Garten verbracht habe, um diesen aus dem Winterschlaf zu holen, zeige ich Euch heute wieder einmal einen Nagellack.

Malice war der Weihnachtslack 2012, und in Deutschland war er meines Wissens überhaupt nicht zu bekommen. Ich habe ihn - wie immer in solchen Fällen - über meinen in Kalifornien lebenden Bruder ergattert.

Malice ist ein sehr dunkles Burgunder-Rot mit helleren Glitzpartikeln - einfach wunderschön!