Montag, 26. Dezember 2011

Luxuriöses Gedöns

Bevor ich die Weihnachtsgeschenke zeige, möchte ich etwas anmerken, was mir schon seit einiger Weile am Herzen liegt.

Vor einigen Wochen, als ich in einem anderen Blog vorgestellt wurde, kritisierte eine Leserin dort, dass jemand Luxusgegenstände als "Gedöns" bezeichnet, wie es in meiner Blogbeschreibung im Header steht.

Und darüber habe ich mir anschließend meine Gedanken gemacht. Der Begriff "Gedöns" war - als ich meinen Blog erstellte, ohne große Hintergedanken gewählt worden. Jetzt aber schaute ich nach der Bedeutung des Begriffes "Gedöns" und fand folgendes:

Definition "Gedöns" laut Wikipedia:

1. Getue, Aufheben 

Nun, wieviel Aufhebens um Luxusgegenstände gemacht wird, kann man sich leicht selbst beantworten, wenn man die Vielzahl von Blogs und Zeitschriften sieht, die sich mit diesem Thema befassen.

2. für den alltäglichen Gebrauch nicht unbedingt notwendige und deshalb als überflüssig erachtete Gegenstände

Sind denn Handtaschen und andere Luxusgegenstände notwendig für mich?

Zunächst einmal geht mir als Mutter die Gesundheit und das Wohlbefinden meiner Familie über alles. Danach kommt lange, lange, lange Zeit gar nichts.

Und wie wichtig sind die Handtaschen für mich? Sie sind schön, sie machen mir Spaß, an ihnen erfreue ich mich; ich liebe sie, so wie man den Sonnenschein liebt oder einen lauschigen Frühlingstag. 

Es gibt aber weit Wichtigeres im Leben. 

Beispielsweise haben wir über die Organisation PLAN INTERNATIONAL seit vielen Jahren vier Patenkinder in verschiedenen Entwicklungsländern.

Eine Patenschaft bei Plan kostet im Monat 28 EUR, also nur etwas mehr als ein CHANEL-Nagellack...

Und eines möchte ich Euch versichern: Sollten wir aus irgendeinem Grund einmal nicht mehr in der Lage sein, den Obulus für unsere vier Patenkinder aufzubringen, so würde ich eher jede einzelne meiner Handtaschen verkaufen, alle weiteren Luxusgegenstände dazu und die Nagellacke obendrein, bevor ich diese Patenschaften kündigen würde.

Denn bei aller Verehrung meiner schönen Taschen, an denen ich mich täglich erfreue, bleiben sie doch das, was sie nun mal sind: Für den alltäglichen Gebrauch nicht unbedingt notwendige Gegenstände... 

GEDÖNS eben...

Kommentare:

  1. Das hast du sehr schön geschrieben liebe Valerie, taschen etc sind und bleiben eben gedöns...lg

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  2. WOW! Valerie! Ich WÜNSCHE mir, dass die anderen genauso denken...genauso teilen und genauso sich um die bedürftigen kümmern....
    Das hast du sehr schön geschrieben!
    GLG :)

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  3. val, du kennst meine meinung dazu.

    ich sehe es genau wie du. ;-)

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  4. Interessant, denn ich denke über das Thema Luxus im materiellen Sinne seit einigen Tagen verstärkt nach. Auslöser meiner Gedanken waren tatsächlich Handtaschen, die ich gerne hätte, aber finanziell fern der aktuellen Realität liegen. Fühle ich mich deshalb schlecht? Nein. Denn unabhängig davon ob man sich diese schönen Stücke nun leisten kann oder nicht, es bleibt Gedöns. Ich unterschreibe jedes Wort von dir in diesem Posting Valerie, und würde mir ebenfalls viele schöne Dinge gönnen, ohne schlechtes Gewissen. Denn wir sind alle reif genug um zu wissen, dass absolut nichts an Wertigkeit über die Familie und die Gesundheit geht.
    Und, dass es schlichtweg schön ist, schöne Dinge zu besitzen, des schönen Gefühls wegen.

    Ich freue mich immer wieder auf deinem Blog Schönes zu sehen, denn auch der visuelle Genuß auf diese Art zählt. :)

    LG Petra

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  5. DANKE, meine lieben Lackschwestern!

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  6. Ach Valerie,

    ich finde du solltest Dir darüber nicht allzu viele Gedanken machen.
    Auch ich schreibe/ rede, wie mir der Schnabel gewachsen ist. Wenn andere Leute, ein Wort zu sehr auf die Goldwaage legen, kann man manchmal daran nichts ändern.
    Ich benutze das Wort "Gedöns" auch sehr häufig in Verbindung mit luxuriösen Gegenständen und ich finden das nicht schlimm!
    Außerdem gibt man ja geliebten Gegenständen/Personen Kosenamen und daran erkennt man ja wieder die Wertschätzung :)

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