Freitag, 29. Juni 2012

Ab auf die Insel

Kürzlich hatten wir unsere besten Freunde auf eine 24-Stunden-Party eingeladen - hier kam es noch nicht einmal darauf an, ob wir sie schon jahrelang kennen. Ausschlaggebend für uns war, wen wir gern auf eine einsame Insel mitnehmen würden.

Da das Wetter nicht so wirklich mitspielte, haben wir unsere Inselparty nach drinnen verlegt. Die Insel war dann ein wenig kleiner, aber als Sinnbild trotzdem brauchbar:


Und es gab viele leckere Sachen zu essen: Nachmittags drei Sorten Muffins - Fette Nuss-Muffins, Bananenmuffins und die köstlichen Schneewittchen-Cupcakes, die ich bereits vorgestellt habe.



Abends folgten u. a. Spare Ribs (drei Stunden im Ofen geschmurgelt), italienischer Nudelsalat mit etwas spanisch, Muhammara (eine Walnuss-Paprika-Paste), Tabouleh (Rezepte folgen, wenn Ihr wollt).

Insgesamt hatten wir 17 Gäste, von denen aber die Hälfte geschwächelt hat und nachts nach Hause fuhr, mit den anderen haben wir dann noch Frühstück am nächsten Morgen genossen.

Ein Gruselfoto muss ich Euch aber auch noch zeigen... so fand ich den Grill vor, als ich am nächsten Morgen den Deckel lüpfte...


Fazit am nächsten Morgen war, dass wir nun jedes Jahr wieder 24-Stunden-Party feiern, soviel Spaß hat es gemacht...

Dienstag, 26. Juni 2012

Chanel de Toilette

Vielleicht nicht so ganz appetitlich nach den leckeren Schneewittchen-Cupcakes, aber auf besonderen Wunsch meiner lieben Lackschwester C.M muss ich nun doch mal das Geheimnis von CHANEL de Toilette lüften...

Sie wollte so gern ein Fläschchen nackig ohne Inhalt haben. Soll sie haben, dachte ich, da ich ein halbvolles Fläschchen Berlingot besaß, welches bereits ziemlich angedickt war. 

Also habe ich zunächst den Lackrest in einen alten Schuhkarton gekippt, dann das Fläschchen mit Nagellackentferner gespült, diese Flüssigkeit dann auch in den Schuhkarton ausgeleert. Die drei kleinen Kügelchen habe ich wieder ins Fläschchen reingestopft zwecks besserer Wirkung für den nächsten Nagellackspülgang.

Da im Schukarton bereits eine ziemliche Sauerei war, wollte ich beim nächsten "Spülgang" ganz schlau sein und habe die Berlingot-Nagellackentferner-Mischung gleich in die Toilette gekippt... und die drei Kügelchen gleich mit dazu... *KREISCH*

Wohl wissend, dass die Toilette gerade frisch geputzt wurde, habe ich beherzt hinterhergegriffen, um diese drei Kügelchen zu retten, denn was wäre das leere Fläschchen ohne die drei Original-Chanel-Kügelchen... aus welchem Material sie auch immer sein mögen.

Keine gute Idee. Merke: Wasser und Nagellack - obwohl stark verdünnt - verträgt bzw. mischt sich nun mal gar nicht. Als ich meine Hand zurückzog - glücklicherweise hatte ich zumindest die kostbaren Kügelchen gerettet, war meine Hand über und über mit fliederfarbenen Nagellackresten gesprenkelt. 

Das war eine Heidenarbeit, sie wieder sauber zu bekommen, die Hand, meine ich, nicht die Toilette. Für diese reicht eine kurze Spülung mit einem handelsüblichen Reiniger...


Lohn der ganzen Mühe war jedoch eine blitzblanke neue Blumenvase für ChaHeVu...


Und bevor ich's vergesse: Außer Hand und Toilette wurden natürlich auch die Kügelchen sachgemäß gereinigt...

Mittwoch, 20. Juni 2012

Schnewittchen-Cupcakes

Im Zuge diverser Parties, Kindergarten- und Schulabschlussfeiern backe ich zur Zeit am laufenden Band.

Besonderen Spaß macht es mir, alle möglichen Kuchen und Torten in Muffins oder Cupcakes umzuwandeln - heute also Schnewittchenkuchen alias Donauwellen in Muffinform.


Schneewittchen-Cupcakes

Für etwa 24 Stück

Teig:
2 Gläser Sauerkirschen
250 g weiche Butter
180 g Zucker
1 Prise Salz
6 Eier
400 g Mehl
3 TL Backpulver
4 EL Milch
2 EL Kakaopulver
2 EL Rum (oder Milch)

Belag:
1 Päckchen Vanillepuddingpulver
1/2 l Milch
1 EL Zucker
200 g weiche Butter
50 g Puderzucker
Schokoladenglasur

Kirschen abtropfen lassen. Saft trinken oder wegschütten...
Butter, Zucker, Salz und dann nach und nach die Eier verrühren; Mehl und Backpulver mischen und auf die Butter-Mischung sieben, zusammen mit der Milch unterrühren.

Eine Hälfte des Teigs mit Kakao und Rum verrühren (ggf. noch etwas Milch unterrühren, wenn der Teig zu fest ist); dann in jede Muffinform etwas seitlich einen Klecks hellen Teig setzen, daneben einen Klecks dunklen Teig, etwa jeweils einen halben Esslöffel voll; anschließend mit einem Zahnstocher die beiden Teigsorten marmorartig vermischen:


In jede Muffinform kommen dann 4 abgetropfte Kirschen:


Nach dem Backen - 25 Minuten bei 175 Grad Umluft - sieht das so aus:


Für den Belag Pudding nach Packungsanweisung zubereiten und abkühlen lassen (ich stelle den Pudding für eine Viertelstunde ins Tiefkühlfach). Butter mit dem Puderzucker schaumig rühren, dann den Pudding unterrühren, ich nehme dazu das Handrührgerät.

Die Buttercreme mit einer Spritztülle auf den abgekühlten Cupcakes verteilen, eine Kirsche drauf und mit Kuvertüre gitterartig verzieren:


Fertig. Lecker.


Freitag, 15. Juni 2012

News and Tomato Soup

Es gibt Neuigkeiten: Ich habe nämlich im Februar meinen Job gekündigt und bin jetzt wieder Hausfrau!

Warum? Es wurde mir alles zuviel. Ständig fühlte ich mich gehetzt, und obwohl ich eigentlich nur 20 Stunden pro Woche gearbeitet habe, waren es doch meistens noch 10 mehr im Homeoffice. Dazu drei Kinder, Mann, Garten und diverse Verpflichtungen mit Schulverein und Klassenpflegschaft, Gäste haben wir auch oft und gerne... ach ja, und natürlich der Blog!

Auf einer Fahrt zu meiner Freundin in den Tessin habe ich dann entschieden, dass ich wieder mittags in der Küche stehen möchte, wenn die Kinder aus der Schule nach Hause kommen, zumal im Sommer auch unsere Jüngste eingeschult wird und dann die bequeme "Kindergarten bis 16:00 Uhr"-Situation wegfällt.

Seit Anfang Juni bin ich nun zuhause, aber glaubt mal ja nicht, dass ich bisher etwa mehr Zeit gehabt hätte... Freizeitstress nennt man das, glaube ich.

Letzte Woche zwei Tage Kind krank, dann viertägige Fahrt zu einer Familienfeier nach Leipzig. Dann mein Bruder mit Frau aus LA zu Besuch (um mir meine Nagellacke zu bringen ;-)). Nächstes Wochenende 24 Stunden-Party bei uns mit unseren besten Freunden, zugesagt haben 16 Personen, vorher will ich noch den Garten auf Vordermann bringen!

Aber... langer Rede kurzer Sinn: Zukünftig habt Ihr bei mir auch mit "Hausfrauenthemen" zu rechnen, da ich meine Liebe zum Kochen und Backen wiederentdeckt habe.


Kürzlich kochte ich eine wunderbare Tomatensuppe. Mein Tochter sagte: "Mmmmmh, Mami, die schmeckt ja wie im Restaurant!" Ich habe das mal als Kompliment aufgefasst.

Ich hatte irgendwo einmal ein Rezept für Tomatensuppe mit Orangensaft gelesen, wusste aber nicht mehr, wo. Also habe ich einfach mal drauflos gekocht.

Ich versuche, die Zutaten niederzuschreiben, da ich nichts abgemessen habe, sondern frei nach Schnauze probiert habe.

Die Zutaten ergeben einen großen Topf Suppe, reicht sicherlich für 8 Personen; ich koche gern die doppelte Menge und friere die Hälfte ein, denn wenn man sich schon einmal die Mühe macht...

Valeries Tomatensuppe

8 EL Olivenöl
2 Knoblauchzehen, kleingehackt
1 große Zwiebel, kleingehackt
4 Dosen geschälte Tomaten inklusive Saft
1 große Tube Tomatenmark
500 ml Wasser
1 Brühwürfel o.ä. (ich nehme immer die kleinen Töpfchen von Knorr Bouillon Pur)
200 ml guter Orangensaft (ich nehme Hohes C mit Fruchtfleisch)
400 ml Sahne
je 1 TL Thymian, Majoran, Basilikum, Oregano (oder ganz einfach fertiges Pizzagewürz in der entsprechenden Menge), Salz, Pfeffer
Pürierstab oder Mixer

Zwiebeln in Olivenöl andünsten, bis sie glasig sind, Knoblauch dazu und ein wenig weiterbraten;
dann die Dosentomaten dazugeben, ebenso Wasser, Bouillon-Würfel, die Gewürze, das Tomatenmark und den Orangensaft; aufkochen, dann alles mit geschlossenem Deckel mindestens eine Stunde auf kleiner Flamme köcheln lassen.

Danach die Suppe mit Pürierstab oder im Mixer pürieren, anschließend die Sahne unterrühren (wem die Suppe zu dickflüssig ist, der kann sie mit heißem Wasser strecken), noch mal abschmecken mit Salz und ein weiteres Weilchen köcheln lassen.

Fertig. Lecker.



Mittwoch, 13. Juni 2012

Chanel - 565 Beige

Die liebe Mia fragte sich, wie wir an diesen Lack gekommen sind:

Ihn gibt es nur auf der Chanel.com Website - und das Fatale ist, dass man zum Bestellen sowohl über eine US-Versandadresse als auch über eine US-Kreditkarte verfügen muss...

Dank meines in LA lebenden Bruders verfüge ich glücklicherweise über beides, so dass ich den neuen CHANEL Beige nicht nur für mich, sondern auch für meine Lackschwestern ordern konnte.

Der Lack ist eigentlich unspektakulär, anfangs war ich ziemlich enttäuscht. Ich hatte ihn nur mal eben schnell mit einer Schicht aufgepinselt, und er gefiel mir nicht so recht, da er sich außerdem recht streifig zeigte.

Ich wollte ihm aber noch eine Chance geben und habe eine "ordentliche" Maniküre gemacht: Eine Schicht Unterlack und zwei Schichten Beige. Und siehe da, nun fand ich ihn gar nicht mal so schlecht.

Recht unauffällig, aber elegant. Und mit der dazu passenden Kleidung... petrolfarben kombiniert mit beige vielleicht? Ich muss mal schauen, was ich passendes im Kleiderschrank habe.




Er hat eine Besonderheit: Ein zarter rosa-pinker Schimmer, der sich im Fläschchen gut, auf den Nägeln höchstens im Sonnenlicht zeigt:



Mit meinen bisherigen beigen Lacken ist er überhaupt nicht zu vergleichen:




Fazit: Er wird sicherlich keine Lieblingslack für mich werden, aber zur passenden Kleidung werde ich ihn sicherlich ab und zu wieder einmal auftragen.

Noch ein Nachtrag: Dies würde ich beispielsweise dazu tragen; ist zwar nicht petrolfarben, passt aber auch gut...